Pioniere: Stahlkrieg an der Ruhr

Stahl beherrscht die Welt. Brücken, Autos, Energie – für alles wird Stahl benötigt. Das Material hat einen entscheidenden Vorteil. Es hält mehr aus, als Eisen oder Bronze. Das macht Stahl zu einem einzigartigen Werkstoff. Ihn direkt in große Formen des Endprodukts zu gießen ist die Königsdisziplin der Stahlverarbeitung. Das beherrschen heute nur noch wenige. Die Technik ist kompliziert. Jeder Schritt muss perfekt ausgeführt werden, sonst ist alles für die Katz.

Im 19. Jahrhundert war es genau diese Technologie, die einen gnadenlosen Revierkampf ausgelöst hat. Alfred Krupp und der Erfinder Jakob Mayer lieferten sich ein Stahlduell. Beide wissen: wer diese Technologie als erster beherrscht, macht den entscheidenden Schritt in der Stahlfabrikation.

Es ist ein über Jahre geführter gnadenloser Konkurrenzkampf, der seinen Höhepunkt bei der Weltausstellung 1855 in Paris findet. Dort ist es der kleine findige Unternehmer Jakob Mayer, auf den sich plötzlich die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit richtet. Er behauptet, dass er seinen Ausstellungsstücke – drei riesige Kirchenglocken aus Stahl – aus einem Guss hergestellt hat. Nur einer zweifelt das vehement an. Alfred Krupp. Es kommt zum Showdown, bei dem es nur einen Sieger geben kann.

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